Enzian Südtirol

Politik für die Menschen

Presse

25. November 2020 Zur Übersicht

Verstorben mit oder am Corona Virus?

Immer häufiger stellen sich Südtiroler Bürger die Frage, wo die Grenze zwischen „mit Covid verstorben“ und „an Covid gestorben“ liegt. Diese Unsicherheit beim Bürger ist mit ein Grund, dass Covid bagatellisiert wird. Deshalb hat der Abgeordnete Josef Unterholzner im Landtag eine mündliche Anfrage eingereicht, die gestern vom Landesrat Thomas Widmann beantwortet worden ist.

Letzthin wurde der Abgeordnete Josef Unterholzner von einer Person kontaktiert, welche aufgrund großer Schmerzen meinte, ob es nicht möglich wäre, sich mit Covid infizieren zu lassen, damit man im Krankenhaus aufgenommen wird.

„Diese Aussage hat mich erschüttert, weshalb ich beim Landesrat für Gesundheit nachfragen musste“, zeigt sich der Abgeordnete Josef Unterholzner erstaunt.

Der Abgeordnete fragte nach, ob es ist medizinisch-wissenschaftlich einwandfrei feststellbar ist, dass jemand an Covid gestorben ist und weshalb medizinisch die Notwendigkeit besteht, den Abstrich auch an der Nasenwurzel zu machen.

Antworten des Landesrats stimmen nachdenklich
Landesrat Widmann begründet dies damit, dass die Todesursache nach den Regeln der ISTAT und WHO vom Abteilungsarzt im Krankenhaus oder dem leichenbeschauenden Arzt auf dem Territorium bestimmt wird, und „Es hängt von den klinischen Kenntnissen des Abteilungsarztes oder des leichenbeschauenden Arztes ab, ob der Patient an oder mit Covid gestorben ist. Es gibt leider keine eindeutige wissenschaftliche Regel, um diese Frage klar beantworten zu können“.

Wie ein Test für den Nachweis von Coronaviren durchzuführen ist, dafür gibt es eindeutige Leitlinien, meinte der Landesrat. Schnelltests benötigen einen Nasenabstrich, Rachenabstriche reichen nicht aus.

Die Antworten von Landesrat Thomas Widmann waren für den Abgeordneten Unterholzner nicht zufriedenstellend, was ihn veranlasste eine Zusatzfrage zu stellen: „Weshalb wird ein Leichenbestatter dazu aufgefordert, bei der Bestattung von Leuten Covid einzutragen, obwohl diese damit nichts zu tun haben?“

Der Landesrat meinte dazu, das sei von der WHO und vom ISTAT so vorgesehen. Es sei unmöglich jeden einzelnen zu obduzieren, an was genau er oder sie verstorben ist. Die Listen der Verstorben zeigen auf, dass fast alle schwer vorerkrankt sind, welche bei Covid-Infektionen leider zu großen Komplikationen führen. Meistens geht es um Niereninsuffizienz, Bluthochdruck, Diabetes, und so weiter. Für genauere Details müsse man bei den Ärzten in diesem Bereichen nachfragen.

Es verwundert nicht, wenn nahezu jeder Verstorbene zu den Corona Toten dazugezählt wird. Dieser Umstand trägt dazu bei, dass die Zahl der Corona Toten massiv ansteigt.

Kein Wunder, dass der Abgeordnete Josef Unterholzner abschließend sagt „Ich werde mich weiterhin für ehrliche Aufklärung in Zusammenhang mit Covid-19 einsetzen“.

Deine Meinung zählt!

Nur gemeinsam kommen wir ans Ziel - wir freuen uns auf Deine Meinung und Vorschläge