Enzian Südtirol

Politik für die Menschen

Arbeit im Landtag

15. Februar 2021 Zur Übersicht

Obduktion von COVID-Verstorbenen

In den Medien wird immer wieder gemeldet „mit oder an COVID gestorben“. Das klingt so ähnlich wie „an oder mit einem Messer verstorben“. Gleich nach dem Tod werden die Verstorbenen verbrannt, ohne sie zu obduzieren. Eine Obduktion könnte aber klären, ob jemand „an“ oder „mit“ COVID verstorben ist. Und dies wiederum würde nicht nur die Inzidenz drastisch senken, sondern auch extrem wichtige Aufschlüsse zum Virus erbringen.

Dies vorausgeschickt,

stelle ich an die Landesregierung folgende Frage:

1. Warum hält man den Sanitätsbetrieb nicht an, Obduktionen durchzuführen?

Bozen, 08.02.2021

Der Landtagsabgeordnete
Josef Unterholzner


Antwort von LR Widmann

Ad 1:
“ Warum hält man den Sanitätsbetrieb nicht an, Obduktionen durchzuführen?“
Die Todesursache wird nach den Regeln der ISTAT und WHO vom Abteilungsarzt im Krankenhaus oder dem leichenbeschauenden Arzt vor Ort bestimmt, dafür ist keine Obduktion notwendig. Wenn ein Patient, der im Krankenhaus positiv auf Covid-19 getestet wurde bzw. wenn ein positiver Covid-19 Test vorliegt, der zu Hause bzw. extern gemacht wurde, wird diese Angabe im ISTAT Formular nach dem Tod vermerkt. Obduktionen werden nur dann durchgeführt, wenn sie vom Staatsanwalt angeordnet werden oder wenn die Todesursache unklar ist.

Mit freundlichen Grüßen.

Thomas Widmann

Deine Meinung zählt!

Nur gemeinsam kommen wir ans Ziel - wir freuen uns auf Deine Meinung und Vorschläge