Enzian Südtirol

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1. Januar 2021 Zur Übersicht

Mögliche Alternativen zur Corona-Impfung?

Die Firmen, welche Impfstoffe oder genverändernde Substanzen gegen den Corona-Virus herstellen, schießen wie Pilze aus dem Boden. Einige von ihnen werden zugelassen werden, können in der Eile aber sicher nicht lege artis validiert werden. Ein starker Widerstand von Impfgegnern und „Nicht-Pflicht-Impf-Befürwortern“ ist zu erwarten. Die Kommunikation der Politik mit der Ärzteschaft hat sich bei uns letzthin auf eine Handvoll Ärzt/innen reduziert. Südtirol hat ca. 2.500 Ärzt/innen, alle haben studiert, alle haben eine Menge an Erfahrungen. Mir wird immer wieder von Möglichkeiten der Corona-THERAPIE berichtet. Leider haben diese Ärzt/innen Sorge, dass sie bei einem Outing gleich niedergemacht werden und in die Weltverschwörer-Ecke gedrängt würden. Freilich ist es wichtig, dass man auch bei diesen Angeboten und Überzeugungen die Spreu vom Weizen trennt. Aber wer könnte dies besser als eben diejenigen, die das studiert haben?

Dies vorausgeschickt,

stelle ich an die Landesregierung folgende Frage:

1. Weshalb stärkt man diesen Ärzt/innen von politischer Seite nicht den Rücken und ermutigt sie, mit ihren entsprechenden Erfahrungen an die Öffentlichkeit zu treten? Das wäre auch einer Prämie wert, oder?

Bozen, 01.12.2020

Der Landtagsabgeordnete
Josef Unterholzner


Antwort von LR Widmann

Im Frühjahr 2020 waren auch die Ärzte, nicht nur in Südtirol, mit einer völlig neuen Situation konfrontiert. Die vielen Patienten, die auf den in Rekordzeit aus dem Boden gestampften Covid-19-Normalstationen und auf den Intensivstationen betreut werden mussten, haben die nach damaligem Wissenstand bestmögliche Therapie erhalten.
Mittlerweile kann man auf viele Erfahrungswerte und auch wissenschaftliche Erkenntnisse in der Bekämpfung des Coronavirus zurückgreifen. Die Therapiemöglichkeiten haben sich um ein Vielfaches verbessert. So können viele Patienten erfolgreich auf den Covid-19-Abteilungen betreut werden.
Die Ärzte und das gesamte Gesundheitspersonal haben in den vergangenen Monaten enorm viel in der Bewältigung des gesundheitlichen Notstands geleistet. Das Gesundheitspersonal ist angesichts der aktuell schwierigen Lage auch weiterhin großen Belastungen ausgesetzt, kann aber aufgrund der vielen neuen Erkenntnisse eine zunehmend optimierte Betreuung der Patienten gewährleisten.
Das Gesundheitspersonal soll in Ruhe arbeiten können und sich auf die Kerntätigkeit konzentrieren können. Es ist nicht dessen Aufgabe, mit den gemachten Erfahrungen an die Öffentlichkeit zu treten, sondern den Patientinnen in der täglichen Arbeit die bestmögliche Betreuung zukommen zu lassen, indem es eben die bestmöglichen Therapien aufgrund der neuesten Erkenntnisse implementiert.
Damit ist den Patientinnen am ehesten geholfen!
Die Therapiemöglichkeiten werden laufend verbessert, aber dies wird wohl nicht ausreichen, um der Pandemie Einhalt zu gebieten. Daher setzt man große Hoffnungen in die Wirksamkeit der Impfung, die zu einer Immunisierung der Bevölkerung und zum angepeilten Herdenschutz führen werden.
Mit freundlichen Grüßen.

Der Landesrat
Dr. Thomas Widmann

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