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21. Oktober 2020 Zur Übersicht

Manifest – Zukunftspakt für Südtirol

Eine Initiativgruppe von Südtirolerinnen und Südtirolern hat sich zusammengesetzt und im Frühjahr 2020 ein Manifest „Zukunftspakt für Südtirol“ ausgearbeitet, das folgende Programmpunkte umfasst:
Zukunftspakt: in enger Zusammenarbeit zwischen Politik, Bevölkerung und Interessenvertretungen Entscheidungen zu treffen.
Nachhaltigkeitsplan: Entwicklungsziele und -Maßnahmen der nächsten 10-15 Jahre definieren mit Einbeziehung der Bevölkerung.
Zukunftsrat: arbeitet auf wissenschaftlichen Grundlagen und ist der Garant dafür, dass sich Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaften und der Interessensgruppen aktiv einbringen.

Dies vorausgeschickt,

stelle ich an die Landesregierung folgende Fragen:

1. Ist es möglich den regionalen Kreislauf der Wirtschaft noch besser auszubauen?

2. Die Stärkung der Bildung, Kultur und Wissenschaft sowie die Entwicklung eines nachhaltigen Nahverkehrssystems?

3. Den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlage (Artenvielfalt, Bodenfruchtbarkeit, Natur)?

4. Gedenkt die Landesregierung in dieser Hinsicht was zu unternehmen? Wenn ja, was und bis wann?

5. Nimmt der „Zukunftspakt für Südtirol“ denselben Weg und Ausgang wie der Südtirol Konvent?

Bozen, 15.10.2020

Der Landtagsabgeordnete
Josef Unterholzner


Antwort von LH Kompatscher

Sehr geehrter Landtagsabgeordnete,

ich nehme hiermit Bezug auf die genannte Anfrage, welche anlässlich der ”Aktuellen Fragestunde” bei der letzten Landtagssession vorgelegt wurde und schriftlich zu beantworten bzw. nachzureichen ist.

1. Ist es möglich den regionalen Kreislauf der Wirtschaft noch besser auszubauen?
Die Landesregierung ist beständig bestrebt, den regionalen Kreislauf der Wirtschaft auszubauen. In die-sem Zusammenhang sei an dieser Stelle beispielhaft auf die Initiative des Unterfertigten zum Thema “Nachhaltige bürgernahe Lebensmittelpolitik für die Zukunft Europas” im Rahmen der 140. Plenartagung des europäischen Ausschusses der Regionen (AdR) Mitte Oktober verwiesen.

2. Die Stärkung der Bildung, Kultur und Wissenschaft sowie die Entwicklung eines nachhaltigen Nahverkehrssystems?
In diesem Zusammenhang sei an dieser Stelle beispielhaft auf die im Sommer vorgestellte neue digitale Plattform für die Mobilität verweisen. Ebenso sei daran erinnert, dass der landesweite 15-Minuten Takt und Projekte zur Intensivierung der Radmobilität in Umsetzung sind.

3. Den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlage (Artenvielfalt, Bodenfruchtbarkeit, Natur)?
In diesem Zusammenhang sei an dieser Stelle beispielhaft auf das Biodiversitätsmonitoring der EURAC verweisen, welches laufend Erhebungen des regionalen Naturinventars durchführt.

4. Gedenkt die Landesregierung in dieser Hinsicht was zu unternehmen? Wenn ja, was und bis wann?
Siehe Antworten 1-3

5. Nimmt der „Zukunftspakt für Südtirol“ denselben Weg und Ausgang wie der Südtirol Konvent?
Der „Zukunftspakt für Südtirol“ wurde als Initiative von privaten Bürgerinnen und Bürgern im Frühjahr/Sommer dieses Jahres gestartet, daher kann die Landesregierung oder die Landesverwaltung auch nicht sagen, welchen Weg diese Initiative nehmen wird.

Mit freundlichen Grüßen

Arno Kompatscher
Landeshauptmann

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