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17. Oktober 2021 Zur Übersicht

Herzinfarkte in Südtirol

Immer wieder kommen Südtiroler/innen auf mich zu und teilen mir deren Erfahrungen mit, über die Covid-Erkrankung oder die Impfung. Auffallend ist, dass immer mehr junge Menschen einen Herzinfarkt erleiden, dann fragt man sich schon an was das liegen kann.

Dies vorausgeschickt,

stelle ich an die Landesregierung folgende Fragen:

1. Wie oft wurde im Jahr 2021 in Südtirol ein Herzinfarkt diagnostiziert, gegenüber den Jahren 2019 und 2020? Bitte aufgeschlüsselt nach Monaten und Alter.

2. Weshalb werden bei plötzlich Verstorbenen, teils ohne Vorerkrankungen, keine Obduktionen durchgeführt?

Bozen, 20.09.2021

Der Landtagsabgeordnete
Josef Unterholzner


Antwort von LR Widmann

Ad 1:
„Wie oft wurde im Jahr 2021 in Südtirol ein Herzinfarkt diagnostiziert, gegenüber den Jahren 2019 und 2020? Bitte aufgeschlüsselt nach Monaten und Alter.“
Anbei die Daten zu den AKUTEN MYOKARDIENINFARKTIONSERHALTUNGEN für die Jahre 2019, 2020 und 2021 (für das Jahr 2021 sind die Daten bis Juni verfügbar) in den öffentlichen Einrichtungen der Provinz.

Monat Diagnose Aufnahmen 2019 Aufnahmen 2020 Aufnahmen 2021
Jänner IMA 98 81 51
Februar 81 68 45
März 63 49 47
April 51 41 55
Mai 66 66 62
Juni 68 67 64
Juli 62 70 /
August 68 49 /
September 84 71 /
Oktober 76 62 /
November 56 59 /
Dezember 73 51 /
Gesamt 846 734 324

Es wurden nur die ersten Behandlungsepisoden berücksichtigt, die mit der ersten Infarktdiagnose zusammenfielen.
Die angegebenen Daten beziehen sich auf das Jahr der Entlassung aus dem Krankenhaus.

Ad 2:
„Weshalb werden bei plötzlich Verstorbenen, teils ohne Vorerkrankungen, keine Obduktionen durchgeführt?“
Gemäß Artikel 37 der Verordnung über das Leichen- und Bestattungswesen (D.P.R. 285/1990) müssen diagnostische Untersuchungen an im Krankenhaus verstorbenen Patienten, für die die Zustimmung der Familienangehörigen oder nächsten Angehörigen nicht erforderlich ist, in der Regel von der ärztlichen Leitung des Krankenhauses im Einvernehmen mit den behandelnden Ärzten angefordert werden, wenn begründete Zweifel an den klinischen Ursachen des Todes bestehen oder um medizinische oder wissenschaftliche Fragen zu klären. Eine Obduktion wird in der Regel bei plötzlichem Tod von Patienten angefordert, bei denen keine Krankheit bekannt ist, auf die der Tod zurückgeführt werden kann.

Mit freundlichen Grüßen.

Thomas Widmann
Landesrat

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