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26. März 2021 Zur Übersicht

decreto sostegni

Das „decreto sostegni” sieht unter anderem Verlustbeiträge für Unternehmen und Freiberufler sowie Landwirte vor, welche den Jahresumsatz von 10 Mio.€ im Jahr 2019 nicht überschritten haben. Im Jahr 2020 muss der Jahresumsatz mindestens um 30% geringer als im Jahr 2019 ausgefallen sein. Für die Freiberufler hauptsächlich für die Branche der Skilehrer und vergleichbare Berufe ist dies ein großes Problem. Sie arbeiten nur in der Wintersaison. Hier kann man nicht einfach das Kalenderjahr als Parameter hernehmen, weil dadurch viele von ihnen durch das Raster fallen würden.

Dies vorausgeschickt,

stelle ich an die Landesregierung folgende Frage:

1. Ist es möglich für die Skilehrer und Berufe in vergleichbaren Situationen die Berechnung in Bezug auf die Saison und nicht auf das Jahr vorzunehmen?

Bozen, 26.03.2021

Der Landtagsabgeordnete
Josef Unterholzner


Antwort von LR Schuler

Sehr geehrter Herr Landtagsabgeordneter,

wie mit Ihrem Sekretariat besprochen, übermittle ich Ihnen im Auftrag des Landesrates Arnold Schuler den Vermerk zu Ihrer Anfrage zur aktuellen Fragestunde Nr. 15-04-2021 – Decreto sostegni.

Mit freundlichen Grüßen
Arnold Schuler

VERMERK VOM Landesrat für Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Tourismus und Bevölkerungsschutz

Ist es möglich für die Skilehrer und Berufe in vergleichbaren Situationen die Berechnung in Bezug auf die Saison und nicht auf das Jahr vorzunehmen?

Es ist richtig, dass bei der Berechnung des Rückgangs des Jahresumsatzes der Vergleichszeitraum der beiden Kalenderjahre 2020 zu 2019 für die Tätigkeiten der Skilehrer und ähnlicher Berufe nicht ausschlaggebend sein kann, da dabei ja nicht die ausgefallene Wintersaison 2020/2021 berücksichtigt wird. Daher wird gerade für diese Berufsgruppen an einer eigenen Förderschiene gearbeitet, welche diesen Aspekt berücksichtigt. Zunächst soll dabei überprüft werden, ob die im Artikel 2 des G.D. Nr. 41/2021 vorgesehenen Beihilfen für die Winterskigebiete, in deren Rahmen auch die Skilehrer ausdrücklich vorgesehen sind, ausreichen, um dann zu bewerten, ob zusätzliche Landesbeihilfen für die genannten Kategorien eingeführt werden müssen.

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